Ich bin noch immer an der Urlaubsplanung, und andere machen sich auch ihre Gedanken darüber. Von der New York Times gibt es eine Liste der 44 Places To Go in 2009“. Meine Top-Reiseziele sind da nicht dabei. Wien ist aber auf der Liste und sogar am 8. Platz.

Leider sieht man die Stadt, in der man wohnt, ja nicht mit den Augen eines Touristen. Die klappern in der kurzen Zeit ihres Besuchs oft so viel Sehenswertes ab, dass sie mehr sehen als man selber in Jahren. Mir geht das umgekehrt genauso, im Urlaub schau ich mir soviel wie möglich an, aber daheim bin ich dann doch fauler. Einige Ausstellungen hab ich schon verpasst, weil mir immer wieder Kleinigkeiten dazwischen gekommen sind, und irgendwann wars zu spät.

Aber gut, verpasst ist verpasst. Morgen werd ich mir jedenfalls nicht nur die Abfahrt auf der Streif anschauen, sondern auch die Einladung zum “Rundgang” in der Akademie der bildenden Künste in Wien annehmen. Ich bin wirklich schon gespannt, was die Studierenden dort in letzter Zeit verbrochen haben. In Wien gibt es einige junge Künstler, die vor allem in der Malerei viel machen was mir gefällt, also erwart ich mir da einiges.

Das Kunsthistorische Museum hat morgen auch “Open House“. Die neue Direktorin Sabine Haag feiert ihren Einstand gebührend mit großem Programm, 170 Führungen und sonst noch allerhand Tam Tam. Eventuell könnt ich mir als kleines Andenken von dort die Saliera mitnehmen, haben andere ja auch schon gemacht. Morgen gibt es aber erstmals genug Salieras für alle. Das kleine Salzfass ist nämlich das Motiv von einer Briefmarke, die mit echter Goldfolie bedruckt ist. Und die wird im KHM-Foyer verkauft.

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Noch eine Auszeichnung für den Opel Insignia, die mich in meiner Wahl bestätigt: Bei der Wahl zum Gelben Engel 2009 ist er nur vom VW Golf VI geschlagen worden. Dass der Golf das Lieblingsauto der Deutschen ist, ist für mich dabei jetzt keine große Überraschung. Der Insignia kam auf Platz 2 und ist damit die beste Limousine im Feld von 38 Kandidaten. Platz 3 gabs für den Mercedes SLK.

Was an der Abstimmung zum Gelben Engel (in der Kategorie Auto) anders ist: Das ist nicht eine Wahl von Fachjournalisten wie beim “Auto des Jahres”, sondern eine Leserwahl. Insgesamt sind 360.000 Stimmen von ADAC-Mitgliedern und Besuchern auf der ADAC-Website für Autos abgegeben worden, die es erst seit 2008 auf dem Markt gibt. Was Limousinen betrifft, bin ich also scheinbar einer Meinung mit sehr vielen Deutschen.

Auf der Auto Messe Erfurt vom 30. Januar bis 1. Februar 2009 wird außerdem der Opel Insignia Sports Tourer Premiere feiern. Der Kombi ist nicht unbedingt die Karosserie-Variante, die mich brennend interessiert, aber da würden mir wohl viele widersprechen. Hübsch sieht er ja aus und ist sicher praktisch. Vor allem fällt die Dachlinie hinten nicht so steil ab, also dürfte man mehr Kopffreiheit auf der Rückbank haben. Das musste jetzt natürlich auch noch erwähnt werden.

Ihr habt sicher alle von der Verlosung der Villa in Kärnten gelesen. Um 99€ konnte man eins von 9.999 Losen kaufen und so bei dem Glücksspiel teilnehmen. Und der Andrang war riesig, es wollten sogar 15.000 Leute mitmachen. Gestern hat die Ziehung stattgefunden und jetzt kann man überall lesen, dass der Gewinner gerade beim Zahnarzt war und ihn der Notar deswegen erstmal gar nicht erreichen konnte. Das lässt einen die Schmerzen sicher schnell vergessen, wenn man so eine frohe Botschaft kriegt, nachdem man aus dem Behandlungssessel aufgestanden ist.

Währenddessen werden in Österreich immer mehr Häuser verlost. Es gibt schon Internetseiten, wo man einen Überblick über alle gerade laufenden Hauslotterien findet, wie hier. 50 Objekte sollen es jetzt schon sein. Kommt da ein Boom auf uns zu?

Wahrscheinlich nicht. Selbst, wenn es von Seiten des Gesetzes längerfristig kein Problem mit den Verlosungen geben sollte, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Lotterien weiter soviel Erfolg haben werden. Jetzt gerade sind noch alle Medien dabei und berichten, weil es neu und spannend ist. Dadurch sind die Menschen aufmerksam und versuchen ihr Glück. In einiger Zeit interessiert das aber keinen mehr. Dann werden die Leute, die ihre Villen versteigern wollen, auf ihren Losen sitzen bleiben. Immerhin dürfte es schon einen Grund haben, wenn das Objekt auf normalem Weg nicht zu dem Preis verkauft werden kann, der über die Lotterien lukriert werden soll.

An sehr vielen Lotterien hintereinander wird auch keiner teilnehmen. Ein paar Mal 100€ ausgeben und nicht gezogen werden, dürfte die Begeisterung schon etwas bremsen. Mal abgesehn davon, dass sich die wenigsten wirklich durchgerechnet haben dürften, worauf sie sich da einlassen.

Wenn jetzt die Makler schreien und klagen, weil ihnen so Geschäft durch die Lappen geht, dann hält sich meine Sympathie wirklich in Grenzen. Ich gehör zu den Österreichern, die der Meinung sind, dass die Gebühren für Makler durchaus niedriger sein könnten. Den großen Aufwand, der die hohen Provisionen rechtfertigt, kann ich bei ihrer Arbeit jedenfalls oft nicht erkennen. In andren Ländern sind die Provisionen auch niedriger und die Immomakler müssen trotzdem nicht nach Feierabend noch um Essen betteln. Ein bisschen Wettbewerb schadet denen vielleicht gar nicht.

Vom 15. – 18. Jänner war in Wien die Vienna 2009 Luxus Motor Show. Viele schöne Autos gabs zu sehen, und auch 2 Weltpremieren von Supersportwagen. Der eine von den beiden ist der Pagani Zonda R, der nur 10 Mal gebaut werden wird. Mit 1.8 Millionen Euro Kaufpreis ist er allerdings auch kein Schnäppchen. Dafür kriegt man aber ein Geschoß mit einem 750 PS – 12 Zylinder-Motor mit 6 Litern Hubraum. Damit kann man auf der Rennstrecke sicher schnelle Rundenzeiten drehen, aber woanders auch schon wieder nicht. Das ist nämlich der einzige Wermutstropfen: Straßenzulassung bekommt man keine.

Die zweite Premiere hat der Koenigsegg CCXR hingelegt. Der ist sowas wie ein umweltfreundlicher Supersportwagen, weil er auch mit Ethanol fahren kann. Weil Leistung immer gut ist, hat der CCXR 806 PS. Allerdings nur, wenn man Super plus tankt. Wenn man Ethanol in den Tank füllt, entwickelt der Motor sogar 1018 PS. Der Umwelt einen Gefallen tun zahlt sich bei diesem Auto also aus. Un die Spitze liegt bei über 395 km/h. Mit dieser Geschwindigkeit ist ein Koenigsegg angeblich sogar schon mal in einer Radarfalle geblitzt worden.

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Wer hätte das gedacht. Wenn man beim Autokauf die Sonderausstattung ordert, sollte man auf ein Extra vielleicht verzichten. Zumindest als Mann.

Sitzheizungen scheinen einen schlechten Einfluß auf die Spermienproduktion zu haben, weil sie die Hoden erhitzen. Ohne Sitzheizung liegt die Temperatur an dieser heiklen Stelle bei 36,7 Grad, aber nach einer einstündigen Fahrt mit Sitzheizung schon auf 37,3 Grad. Der Preis für den warmen Hintern könnte deswegen die eigene Zeugungsfähigkeit sein. Eigentlich wär es nämlich für die Spermien besser, wenn die Temperatur der Hoden 1-2 Grad unter der normalen Körpertemperatur liegt. Ob es da was nützt, wenn die Ausstattung nach der Fahrt wieder runter kühlt?

Aber das ist noch nicht alles. Langes Autofahren ist scheinbar schon so nicht gut, wenn man Kinder haben will. In einer anderen Studie hat sich gezeigt, dass Männer, die jeden Tag mehr als 3 Stunden fahren, im Schnitt später Vater werden. Also scheint auch das einen schlechten Einfluß auf die Spermienqualität zu haben.

Überhaupt frag ich mich, was ist dann noch mit Handys? Sollten wir die vielleicht auch besser immer möglichst weit weg vom Körper verstauen? Immerhin können die beim Telefonieren auch heiß werden und wahrscheinlich geben sie auch noch Unmengen Strahlung ab. Die Gefahren lauern einfach überall!

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Ich hab auf Youtube ein interessantes Video entdeckt, in dem ein User das Design des Opel Insignia interpretiert hat.

Seit Tagen ist es eiskalt und schneit sogar hier in Wien. Ohne Winterjacke und Handschuhe ist es kaum auszuhalten draussen. Und der Schnee bleibt liegen, das ist schon eine kleine Sensation hier.  Kein Wunder, dass ich ständig über den Sommerurlaub nachdenke.

Nur, wohin solls diesmal gehen? Ich hab schon lange vor, endlich einmal nach New York zu fliegen. Ich war noch nie in New York und das ist wirklich eine Bildungslücke. Sogar meine Eltern, die in ihrem ganzen Leben kaum aus Europa rausgekommen sind, waren Anfang der Siebzigerjahre drüben.

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Ich würd dort gerne die Museen abklappern, das Metropolitan Museum of Art und das Museum of Modern Art mit eigenen Augen sehen. Und das Guggenheim Museeum natürlich auch. Manhattan zu Fuß erkunden und die historischen Wolkenkratzer anschauen. Und einkaufen, im Bloomingdale’s und was es sonst noch gibt. Vielleicht ganz auf Tourist die Freiheitsstatue besuchen und durch den Central Park schlendern. Laufen, bis die Füße wund sind.

Oder ich mache das Gegenteil, einen ganz unhektischen und nicht so intensiven Urlaub. Eine Golf-Kreuzfahrt würde sich da anbieten. Das Meer betrachten, während man entspannt von Golfplatz zu Golfplatz schippert. Drinks an der Bar genießen und am Golf-Simulator Schläge üben. Totale Entspannung in der Sonne.

Wieviel Urlaub muss ich wohl nehmen, damit ich beides unterbringe?

So, jetzt bin ich den Insignia probegefahren und werd hier mal meine Eindrücke aufschreiben.

Der Insignia ist groß, und das merkt man auch, wenn man davor steht. Ich hab ihn am Parkplatz vom Autohaus neben den anderen Opels angeschaut und im direkten Vergleich sieht man, dass er breit und lange ist. Ein richtiges Auto eben. Und die Formen sind wirklich ansprechend, wenn man rundherum geht, findet man viele schöne Perspektiven, wo er sich gut in Szene setzt. Die Schokoladenseite zeigt er finde ich, wenn man von schräg hinten die seitliche Linienführung betrachtet. Wirklich sehr gelungen!

Leider hatten sie beim Autohaus nur den 4-Türer 140PS Diesel “Edition”, was nicht unbedingt meine Lieblingsmodell ist. Noch ist aber nicht offizieller Verkaufsstart und deswegen ist die Auswahl begrenzt. Der freundliche Händler hat mir erzählt, dass einige Leute trotzdem schon “blind” ihren Insignia geordert haben. Das wär nix für mich, weil ich schon wissen möchte, auf was ich mich da einlasse.

Also hab ich mir kurz die Bedienung erklären lassen, große Überraschungen gibt es da nicht, bis auf die elektrische Parkbremse. Die lupft man zum Anziehen nur kurz mit dem Finger hoch, gelöst wird sie per Fußdruck auf Kupplung und Bremse beim Wegfahren. Der Rest der Schalter und Knöpfe ist dort, wo ich das erwartet hab, angebracht. Die Klimanlage funktioniert tadellos und hat es innerhalb von Minuten schön warm werden lassen, es war ja ziemlich kalt draussen.

Erster Gang eingelegt und los gings auf die Straße. Ich hab das Gaspedal mal vorsichtig gestreichelt und mir gedacht, naja, ist vielleicht doch viel Auto für den Motor. Berauschend war das von der Beschleunigung her nicht. Nach der dritten Ampel hab ich das Gas dann mal bis zur Bodenplatte durchgetreten und ja, das ist schon eine ganz andere Erfahrung. Plötzlich schiebt der Insignia richtig an und der Motor dreht so schnell Richtung 5.000 Touren, dass man ziemlich schnell am roten Bereich ankratzt. Also weiterschalten, selbes Spielchen nochmal, ja, da geht doch was. Gut so.

Innen bleibt es dafür trotz Diesel angenehm ruhig, da haben die Ingenieure ihre Hausaufgaben gemacht. Was mich beim Fahren dafür ein wenig gestört hat, war die dicke A-Säule. Das schränkt die Sicht ein, aber ist wohl ein Tribut an die Sicherheit. Trotzdem irritierend, aber das ist bei anderen Autos ja auch nicht anders.

Der Berufsverkehr hat leider meine Anstrengungen, den Wagen deutlicher auszutesten, in Grenzen gehalten. Vom Fahren auf der A2 und einem flotten Abbiegen bei Vielleicht-noch-Grün kann ich aber sagen, dass er solide auf der Straße liegt und dort hin fährt, wo man ihn hinhaben will. Der Wagen macht überhaupt das, was man will, und das ist angenehm. Wenn man lenkt, schaltet und Gas gibt, passiert auch was.

Innen ist der Insignia gut verarbeitet. Die normalen Sitze sind straff und bieten genügend Seitenhalt, leider waren nicht die Premium-Sitze mit dem AGR-Gütesiegel drin. Natürlich hab ich auch die Rückbank probegesessen. Weil hinten die Dachkante nach unten schwingt, ist die Kopffreiheit tatsächlich begrenzt, aber oben anstoßen dürfte man erst ab einer Größe von 1,85m oder mehr.

Alles in allem war ich sehr vom Insignia angetan. Ich hab dann mein Probegefährt unversehrt zurück gebracht und mir noch Prospekte und Preislisten in die Hand drücken lassen. Jetzt werd ich mal tüfteln, was für ein Insignia für mich in Frage kommt und dann beim Händler schauen, was sich beim Preis machen lässt. In diesen schwierigen Zeiten müsste ja ein ordentlicher Rabatt drinnen sein!

Österreicher neigen zum Sudern, das kann man glaub ich schon so sagen. Es gibt ja auch genügend Sachen, über die man sich aufregen kann. Und wenn es mal keine gibt, dann werden sofort welche über die Zeitungen hochgebauscht, damit das Blut wieder in Wallung gerät. Das ist glaub ich der Grund, warum wir so gern protestwählen. Wenn es mal nicht die nationale Politik oder die EU trifft, dann ärgert man sich eben über die Arbeit oder die Leute, mit denen man dort zu tun hat. Oder über die Nachbarn, und und und. Gerade so, als ob viele Österreicher extra nach Dingen Ausschau halten würden, die sie unzufrieden machen.

Im Ausland sieht man das anders. Österreich ist ein Top-Urlaubsland, jedes Jahr kommen Millionen Gäste. Und wenn Ranglisten zu Top-Ländern und Städten gemacht werden, sind wir immer vorne dabei.

Im Ranking des World Competitiveness Yearbook 2008 vom IMD liegt unser Land auf Platz 14. Der Global Competitiveness Report des Genfer Weltwirtschaftsforums sieht das auch so, da liegen wir auch auf Platz 14. Wettbewerbsfähig sind wir also.

2007 hatte Österreich die höchste Lebensqualität von allen Ländern auf der Welt. Im Vergleich vom materiellem Wohlstand und Lebenszufriedenheit sieht uns das Legatum Institute 2008 auf Platz 2 weltweit, knapp hinter Australien und vor Finnland. Im Human Development Index, der Einkommen, Lebenserwartung und Bildungsgrad berücksichtigt, liegen wir auf Platz 14. Selbst wenn Großstädte verglichen werden, schneidet unsere einzige Metropole Wien hervorragend ab. 2008 liegt Wien, was die Lebensqualität betrifft, auf Platz 2 hinter Zürich.

Kein Grund zum Meckern, oder? Da kann man ruhig mal zufrieden sein und sich freuen, hier zu leben. Wir habens ja doch schön hier.

Donald Trump hat sich jahrelang mit regionalen Behörden und Interessensvertretern der Bevölkerung herumschlagen müssen, aber jetzt hat er das OK für seine riesige Golfanlage auf einem Küstenstreifen nördlich von Aberdeen bekommen. Damit ist der Weg frei für ein 2 Milliarden Dollar schweres Projekt, dass 1200 Jobs für die Region bringen wird.

Auf einer Fläche von 1400 Morgen, also mehr als fünf Quadratkilometer Land, können jetzt 2 Golfplätze mit 18 Löchern entstehen, die von renommierten schottischen Architekten geplant und in die Dünenlandschaft eingebettet werden. Außerdem werden auf der Anlage ein großes 5-Sterne-Hotel und zahlreiche Appartments und Luxusherbergen errichtet.

Bei so einer Investition reiben sich die Politiker in der schottischen Regierung die Hände. Die können abschätzen, dass dieses Projekt viel Geld in die Kassen spülen wird.  Für Schottland wird es ein Segen sein, dass sie das Projekt zur Chefsache erklärt haben und jetzt die Zustimmung erteilt haben. Auch in der betroffenen Region ist die Mehrheit der Bevölkerung für das Ressort, aber einige Querdenker haben wirkungsvoll dagegen Stimmung gemacht. Die sollten vielleicht einmal daran denken, dass auch in Schottland irgendwann das Öl ausgehen wird. Golf wird aber in 50 Jahren auch noch gespielt werden.

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