So, jetzt bin ich den Insignia probegefahren und werd hier mal meine Eindrücke aufschreiben.
Der Insignia ist groß, und das merkt man auch, wenn man davor steht. Ich hab ihn am Parkplatz vom Autohaus neben den anderen Opels angeschaut und im direkten Vergleich sieht man, dass er breit und lange ist. Ein richtiges Auto eben. Und die Formen sind wirklich ansprechend, wenn man rundherum geht, findet man viele schöne Perspektiven, wo er sich gut in Szene setzt. Die Schokoladenseite zeigt er finde ich, wenn man von schräg hinten die seitliche Linienführung betrachtet. Wirklich sehr gelungen!
Leider hatten sie beim Autohaus nur den 4-Türer 140PS Diesel “Edition”, was nicht unbedingt meine Lieblingsmodell ist. Noch ist aber nicht offizieller Verkaufsstart und deswegen ist die Auswahl begrenzt. Der freundliche Händler hat mir erzählt, dass einige Leute trotzdem schon “blind” ihren Insignia geordert haben. Das wär nix für mich, weil ich schon wissen möchte, auf was ich mich da einlasse.
Also hab ich mir kurz die Bedienung erklären lassen, große Überraschungen gibt es da nicht, bis auf die elektrische Parkbremse. Die lupft man zum Anziehen nur kurz mit dem Finger hoch, gelöst wird sie per Fußdruck auf Kupplung und Bremse beim Wegfahren. Der Rest der Schalter und Knöpfe ist dort, wo ich das erwartet hab, angebracht. Die Klimanlage funktioniert tadellos und hat es innerhalb von Minuten schön warm werden lassen, es war ja ziemlich kalt draussen.

Erster Gang eingelegt und los gings auf die Straße. Ich hab das Gaspedal mal vorsichtig gestreichelt und mir gedacht, naja, ist vielleicht doch viel Auto für den Motor. Berauschend war das von der Beschleunigung her nicht. Nach der dritten Ampel hab ich das Gas dann mal bis zur Bodenplatte durchgetreten und ja, das ist schon eine ganz andere Erfahrung. Plötzlich schiebt der Insignia richtig an und der Motor dreht so schnell Richtung 5.000 Touren, dass man ziemlich schnell am roten Bereich ankratzt. Also weiterschalten, selbes Spielchen nochmal, ja, da geht doch was. Gut so.
Innen bleibt es dafür trotz Diesel angenehm ruhig, da haben die Ingenieure ihre Hausaufgaben gemacht. Was mich beim Fahren dafür ein wenig gestört hat, war die dicke A-Säule. Das schränkt die Sicht ein, aber ist wohl ein Tribut an die Sicherheit. Trotzdem irritierend, aber das ist bei anderen Autos ja auch nicht anders.
Der Berufsverkehr hat leider meine Anstrengungen, den Wagen deutlicher auszutesten, in Grenzen gehalten. Vom Fahren auf der A2 und einem flotten Abbiegen bei Vielleicht-noch-Grün kann ich aber sagen, dass er solide auf der Straße liegt und dort hin fährt, wo man ihn hinhaben will. Der Wagen macht überhaupt das, was man will, und das ist angenehm. Wenn man lenkt, schaltet und Gas gibt, passiert auch was.
Innen ist der Insignia gut verarbeitet. Die normalen Sitze sind straff und bieten genügend Seitenhalt, leider waren nicht die Premium-Sitze mit dem AGR-Gütesiegel drin. Natürlich hab ich auch die Rückbank probegesessen. Weil hinten die Dachkante nach unten schwingt, ist die Kopffreiheit tatsächlich begrenzt, aber oben anstoßen dürfte man erst ab einer Größe von 1,85m oder mehr.
Alles in allem war ich sehr vom Insignia angetan. Ich hab dann mein Probegefährt unversehrt zurück gebracht und mir noch Prospekte und Preislisten in die Hand drücken lassen. Jetzt werd ich mal tüfteln, was für ein Insignia für mich in Frage kommt und dann beim Händler schauen, was sich beim Preis machen lässt. In diesen schwierigen Zeiten müsste ja ein ordentlicher Rabatt drinnen sein!